So funktioniert es

Von der ersten Rufnummer bis zum laufenden Betrieb

Was XETEL einrichtet, was Sie beisteuern und wo die rechtliche Grenze verläuft — in der Reihenfolge, in der es tatsächlich passiert.

Der Ablauf in fünf Schritten

Ein Standard-Setup ist in wenigen Werktagen betriebsbereit. Der zeitkritische Teil ist nicht die Technik, sondern die Rufnummernzuteilung und — falls gewünscht — die Portierung bestehender Nummern.

01

Regionen festlegen

Sie benennen die Vorwahlbereiche, in denen Sie erreichbar sein wollen. Wir prüfen die Verfügbarkeit im jeweiligen Ortsnetz und melden zurück, was zuteilbar ist.

02

Rufnummern zuweisen

Jede Nummer wird Ihrem Kundenkonto fest zugeteilt und ist in beide Richtungen nutzbar. Rückrufe landen bei Ihnen, nicht im Leeren.

03

Anbindung herstellen

Anbindung per SIP-Trunk an Ihre bestehende Anlage, über unsere Cloud-Telefonanlage oder per API. Die Zugangsdaten stellen wir im Kundenportal bereit.

04

Agenten und Teams einrichten

Nebenstellen, Teams und Teamleitungen legen Sie selbst im Supervisor-Portal an. Rufnummernzuordnung, Warteschlangen und Weiterleitungen sind Teil der Einrichtung.

05

Messen und nachsteuern

Annahmequoten, Gesprächsdauer und Erreichbarkeit je Region sehen Sie im Portal. Auffällige Nummern werden getauscht, bevor sie die Quote drücken.

Was Sie beisteuern

Vier Dinge brauchen wir von Ihnen. Ohne sie kann eine Zuteilung weder erfolgen noch Bestand haben.

Nachweis der Ortsnähe

Für eine Ortsnetzrufnummer ist ein Bezug zum jeweiligen Ortsnetz erforderlich — etwa ein Standort oder eine ladungsfähige Anschrift. Wir dokumentieren diesen Nachweis je Vorwahlbereich.

Einwilligung Ihrer Kontakte

Werbeanrufe setzen eine vorherige ausdrückliche Einwilligung voraus (§ 7 UWG). Diese Einwilligung einzuholen und nachzuweisen ist und bleibt Ihre Aufgabe — XETEL übernimmt sie nicht.

Technischer Ansprechpartner

Eine Person, die Ihre Telefonanlage oder Ihr CRM kennt. Die Anbindung selbst dauert selten lange; Rückfragen zu bestehenden Systemen schon.

Erreichbarkeit für Rückrufe

Zugeteilte Nummern müssen annehmbar sein. Wer nur ausgehend telefoniert und Rückrufe ins Leere laufen lässt, verliert die Wirkung — und riskiert regulatorische Aufmerksamkeit.

Wo die Grenze verläuft

XETEL rotiert keine Rufnummern, um Ortsnähe vorzutäuschen. Sie erhalten echte, Ihnen fest zugeteilte Ortsnetzrufnummern, die zurückgerufen werden können. Das ist der Unterschied zwischen lokaler Präsenz und einer Nummer, die einer Prüfung nicht standhält.

Die Bundesnetzagentur hat 2024 rund 6.500 Rufnummern wegen Missbrauchs abgeschaltet und für 1.100 Nummern ein Rechnungslegungsverbot verhängt. Vorgetäuschte Ortsnähe gehört zu den Konstellationen, die dabei aufgegriffen werden. Eine abgeschaltete Nummer kostet mehr als sie je eingebracht hat.

Deshalb prüfen wir den Ortsnetzbezug vor der Zuteilung und nicht erst, wenn eine Beschwerde vorliegt. Wenn ein Vorwahlbereich für Sie nicht belegbar ist, sagen wir das — und schlagen vor, was stattdessen trägt.

Quellen

Alle auf dieser Seite genannten Marktzahlen stammen aus den folgenden Veröffentlichungen. Eigene Plattformwerte von XETEL sind als solche gekennzeichnet.

  • Bundesnetzagentur, Jahreszahlen 2024 zum Rufnummernmissbrauch
  • § 7 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb)
  • § 59 TKG (Telekommunikationsgesetz 2021)
  • XETEL-Plattformwert

Häufige Fragen zum Ablauf

Wie lange dauert die Einrichtung?

Ein Standard-Setup ohne Portierung ist meist innerhalb weniger Werktage nutzbar. Kommen Portierungen hinzu, richtet sich der Termin nach dem abgebenden Anbieter.

Können wir unsere bestehende Telefonanlage behalten?

Ja. Die Anbindung erfolgt per SIP-Trunk. Die Cloud-Telefonanlage ist ein Angebot, keine Voraussetzung.

Brauchen wir für jede Region eine eigene Niederlassung?

Nein, aber es braucht einen belegbaren Bezug zum Ortsnetz. Was im Einzelfall genügt, klären wir vor der Zuteilung.

Was passiert, wenn eine Nummer als Spam markiert wird?

Wir sehen die Entwicklung der Annahmequote je Nummer und tauschen betroffene Nummern aus. Parallel gehen wir der Ursache nach, weil ein Tausch allein das Muster nicht ändert.

Übernimmt XETEL die Einwilligungen unserer Kontakte?

Nein. Die Einwilligung nach § 7 UWG einzuholen, zu dokumentieren und nachzuweisen liegt bei Ihnen. Wir sagen das ausdrücklich, weil es der Punkt ist, an dem Anbieter gerne unklar bleiben.

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